Johannishof, Berlin

BGF 15.100 m²
UR 55.400 m³
NF 10500 m²
Projektzeitraum: 1999 - 2001

Der Johannishof wurde um 1910 als Zigarettenfabrik in einer für Industriebauten der Jahrhundertwende typischen Stahl-Skelett-Bauweise errichtet. Nach einem Umbau Anfang der 50er Jahre diente das Gebäude zunächst als Hotel, später als Gästehaus des Ministerrates der DDR. Das durch Vandalismus und Zerstörungen in der Nach-Wendezeit stark gezeichnete Gebäude erforderte eine grundlegende Sanierung und Instandsetzung. Der Ausbau zu einem modernen Bürogebäude für Nutzer aus der Medienbranche berücksichtigt die historische Substanz, die in Teilen unter Denkmalschutz steht, als Grundstruktur und ergänzt sie in zeitgemäßer bzw. nutzungsspezifischer Form.

Die zuvor fehlende Eingangszone ist von uns als transparenter Vorbau im Bereich des aus der Bauflucht zurückspringenden Gebäudeabschnittes neu gestaltet worden, so dass er in seiner Ausprägung auf die moderne Nutzung verweist. In der gleichen filigranen Struktur fügen sich zwei Wintergärten auf den Terrassen der zur Johannisstraße auskragenden seitlichen Gebäudeflügel ein. Der auf die UG-Ebene tiefer gelegte, allseitig umbaute Innenhof des Gebäudes ist mit einer Stahl-Glas-Überdachung in ellipsoider Grundform überspannt.