Lynar-Grundschule

BGF: 2.150 m²
BRI: 8.135 m³

Projektzeitraum: 2007-2010

Für den zusätzlichen Raumbedarf durch die Umstellung der Lynar-Schule auf ganztägigen Unterricht sowie als Ersatz eines temporären Standorts mit mobilen Unterrichts-Containern wurde ein Neubaukomplex errichtet, der direkt gegenüber dem eigentlichen Schul-Stammgelände liegt. Das Bauvolumen gliedert sich entsprechend der Nutzungen und schließt beidseitig bewusst nicht an die Brandwände der benachbarten Wohnungsbauten an, damit die Belichtung der bestehenden Gartenhäuser nur minimal beeinträchtigt wird. Die zurückgesetzte Erdgeschosszone schiebt sich als Riegel unter den dreigeschossigen kubischen Baukörper. Im Bereich der Auskragung werden farbige, runde Stahlbetonstützen bis ins Erdgeschoss geführt - hier entsteht eine überdachte Eingangs- sowie Terrassenzone vor den Gruppenräumen. Über drei Geschosse werden die Öffnungen mit einer Stahl-Glasfassade mit außenliegendem Sonnenschutz zusammengefasst, verbunden durch ein Spiel farbiger, senkrechter, ein- oder zweigeschossiger Lisenen und insgesamt gerahmt von einem umlaufenden Betonrahmen, der diesen offenen Bereich von der geschlossenen weißen Putzfassade absetzt. Im Erdgeschoss befinden sich die Räume des Betreuungsbereiches für den Ganztagsbetrieb sowie die Mensa für die Essensversorgung der Schüler und Schülerinnen. In den drei Geschossen darüber sind die Bücherei, Aufenthaltsräume für die Lehrer/-innen und Betreuer/-innen sowie Klassenräume, Gruppen- und Teilungsräume für die Klassenstufen der Schulanfangsphase angeordnet. Der Ganztagsbetrieb konnte im Schuljahr 2010/2011 aufgenommen werden. Das Erweiterungsgebäude der Lynar-Grundschule in Berlin-Spandau wurde aus Mitteln des IZBB-Programms (Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreung) der Bundesrepublik Deutschland finanziert.